Großes Schiff auf dem Elbe-Lübeck-Kanal im Herzogtum Lauenburg, Klemme

Die nasse Salzstraße*

Der Vorgänger des Elbe-Lübeck-Kanals ist der älteste Wasserscheidekanal Europas. Er war eine technische Meisterleistung des Mittelalters. Zahlreiche Schleusen galt es, damals zu bezwingen. Noch heute bekunden historische Reste alter Schleusen die mittelalterliche Ingenieursleistung.

 

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Großes Schiff auf dem Elbe-Lübeck-Kanal im Herzogtum Lauenburg, Klemme
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Der Elbe-Lübeck-Kanal

Der Elbe-Lübeck-Kanal hat eine Länge von rund 67 Kilometer. Er verbindet die Untertrave bei Lübeck mit der Elbe bei Lauenburg. Sieben Schleusen sorgen für die Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen Elbe und Ostsee. Der Kanal wurde nach nur vier Jahren Bauzeit am 16. Juni 1900 feierlich eingeweiht. Wurde er noch zur Mitte des letzten Jahrhunderts zum Abtransport von großen Mengen Kies genutzt, so ist er heute eine beliebte Wasserstraße für Freizeitkapitäne.

Sein Vorgänger: Der Stecknitz-Delvenau-Kanal

Der Stecknitzkanal wurde bereits 1398 fertig gestellt. Er ist der älteste Wasserscheidekanal Europas und eine technische Leistung damaliger Ingenieurskunst. 500 Jahre lang diente er hauptsächlich dem Salztransport. Während einer fünfwöchigen Fahrt wurde das „weiße Gold“ von Lüneburg nach Lübeck transportiert. Der Stecknitzkanal löste somit den Salztransport auf dem Landweg ab. Daher nennt man den alten Kanal auch „nasse“ Salzstraße.

Der Stecknitzkanal verlief auf einer Länge von rund 100 Kilometern von Lauenburg bis Lübeck. Er folgte weitgehend den gewundenen natürlichen Wasserläufen. Die Salzkähne, sogenannte Stecknitzprahmen, wurden von Menschen oder Tieren getreidelt.
 

Historische Schleusen

Bis zu 17 Schleusen existierten am Stecknitzkanal. Zwei von ihnen kann man noch heute als technische Zeitzeugen besichtigen. Die Palmschleuse in Lauenburg ist die älteste Kesselschleuse Europas. Sie wurde 1398 komplett aus Holz gebaut. 1724 wurde sie erneuert und in ihrer heutigen Form ausgemauert.

Die Dückerschleuse befindet sich etwas abseits des heutigen Kanals, unweit der Schleuse in Witzeeze. Sie wurde ebenfalls 1398 in Betrieb genommen. 1789 wurde die Dückerschleuse durch einen Neubau aus Stein ersetzt, 1815 wurde sie nach einer Sprengung durch die Franzosen erneut ersetzt.

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